One of the Most Beautiful Citys in the World- oder einfach Vancouver

Ihr Lieben,

wieder mal hängen wir mit unserer Reiseberichterstattung deutlich hinter her.
Zu unserer Verteidigung muss gesagt werden, dass das Wetter während der letzten sieben Wochen in der Traumstadt Vancouver einfach zu schön war um nicht jede freie Minute bei meist strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel im Freien zu verbringen. Laut der lokalen Einwohnerschaft ein echtes Glück, da es zu dieser Jahreszeit normalerweise deutlich wechselhafter ist. Wie war das noch mit den Engeln die reisen…..

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Erste Erfahrungen mit Kanada konnten wir bereits 2013 in Toronto und Umgebung sammeln. Schon damals verspürten wir ein „leichtes Kribbeln im Bauch“, berauscht von der bezaubernden Natur, der Gelassenheit der Menschen und der angenehmen Kombination aus US-amerikanischer und europäischer Lebensart.

Vor dieser und der aktuellen Erfahrung war Kanada für mich immer eher im Hintergrund. Vielleicht liegt es daran das Kanada schnell mit den skandinavischen Ländern verglichen wird. Und wenn man Lust auf Seenlandschaft, endlose Wälder, Elche und Bären hat, scheint der schnelle Flug nach Schweden vielleicht naheliegender. 

Schaut man aber genauer hin, dann haben Größe, Schönheit und Vielfalt des Landes einen unvergleichlichen Charme.

Zusammengefasst wird das Lebensgefühl als Hymne auch schon einmal wie folgt von deutschstämmigen Einwanderern besungen:

O Kanada, mein Heim und Vaterland
Wie glücklich der, dem hier die Wiege stand!
Das Herz erglüht, wenn wir dich seh’n
Du Nordland, stark und frei,
Wir halten Wacht, O Kanada
Wir halten Wacht dir treu.
O Kanada, O Kanada,
O Kanada, wir halten Wacht dir treu,
O Kanada, wir halten Wacht dir treu.

Das Kribbeln hat sich inzwischen in starke Verliebtheit verwandelt und wir werden
O Kanada so oder so „Wacht halten und treu bleiben“!

Kanada ist nicht nur ein tolles Reiseland sondern definitiv auch ein ausgezeichneter Ort zum Leben. Auf der Länder-Hitliste für mögliche Auswanderungen hat sich Kanada, im Speziellen Vancouver BC auf Platz 1 vorgearbeitet. Zugegeben war unsere Sicht auf Land und Leute nach Südamerika und durch das anhaltend gute Wetter auch ein wenig „schön gefärbt“. Wie überall gibt es auch hier sichtbare soziale Probleme, die ich bei all den schönen Bildern nicht ganz aussparen möchte. Die „street level social problems“ nehmen zu. Also die Probleme, die auf der Straße erkennbar werden. Durch den Wirtschaftsboom und Wohnungsbedarf vermögender Zuwanderer steigen die Mieten und in der Metropolregion Vancouver sind an die 100.000 Menschen von Obdachlosigkeit bedroht und rund 2200 leben bereits auf der Straße. Hinzu kommt eine steigende Zahl von Drogenabhängigen, Prostitution sowie Kriminalität. Die Provinz reagiert auf diese Tatsache zwar mit Hilfsprogrammen, aber bei unseren Spaziergängen waren die „homeless People“ schon sehr präsent.
Zudem soll die Winterzeit in Vancouver trostlos und regnerisch sein.

Trotz bestehender Armut und meist nassen Füßen, findet man bei Wikipedia folgenden Eintrag zum Thema Lebensqualität/Zufriedenheit in Vancouver:

„Gemäß zahlreicher Statistiken und Umfragen erzielen Kanada im Allgemeinen und Vancouver im Speziellen in Bezug auf die Lebensqualität vordere Platzierungen. Vancouver wird regelmäßig als eine von drei Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität bewertet. Damit gilt die Metropole seit vielen Jahren als lebenswerteste Stadt Amerikas.

Stimmt! An jeder Ecke gibt es neue Dinge zu entdecken, alles ist sehr „menschenfreundlich“, super gepflegt und pragmatisch angeordnet. Und die Atmosphäre ist überall: „total unaufgeregt“!

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Auszüge aus der „Happy-Show“ von Stefan Sagmeister im Museum of Vancouver.

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Vancouver entwickelte sich als Folge der Einwanderungswelle des großen Goldrausch in den 1860er Jahren. Es hat eine Fläche von 114,67 Quadratkilometern („nur“ 19 Quadratkilometer mehr als Gummersbach und entspricht ungefähr der Größe von Siegen), hat etwa 604.000 Einwohner und ist nur 45 Kilometer von der US-Amerikanischen Grenze entfernt. Nach der Eröffnung des Panamakanals erlangte der Hafen von Vancouver internationale Bedeutung. Er exportiert mehr Güter als jeder andere Hafen Nordamerikas und ist der größte Hafen Kanadas. Hinter Los Angeles und New York ist die Stadt drittwichtigster Standtort der nordamerikanischen Filmindustrie und hat sich daher inzwischen auch den Beinamen „Hollywood-North“ erworben. 1986 beherbergte die Stadt die Weltausstellung Expo und im Februar 2010 wurden hier die XXI Olympischen Winterspiele ausgerichtet. Der europäische Einfluss liegt schon in der Namensgebung der Stadt, nach dem britischen Kapitän George Vancouver, auf allen Münzen und dem 20 Dollarschein befindet sich das Abbild von Elisabeth II.

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Die Welt blickt auf Vancouver- Die XXI Olympischen Winterspiele 2010

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Die Bilanz für Deutschland: 10x Gold/13x Silber/7x Bronze und unter den Medaillenträgern natürlich unsere Magdalena Neuner und Maria Riesch (damals noch ohne Höfl).
Als wohl bekannteste Teilnehmerin bei den Paralympics räumte u.a. Verena Bentele 5x die Goldmedaille ab.

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Der Hafen von Vancouver (im Hintergrund der schneebedeckte Mount Baker mit 3286m Höhe und schon auf amerikanischer Seite) ist auch beliebter Halteort für Kreuzfahrtschiffe.

An Vancouver´s Food-Truck´s oder Boat´s kann man sich prima durchfuttern…
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…seinen Durst in den lokalen Brauereien stillen…
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und natürlich auch auf den Märkten gesunde Kost erwerben.

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Downtown Vancouver lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die individuelle Architektur, Kunst sowie „kreative Einladungen“ in die lokalen Bars oder Shops sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

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Im letzten Bild wird zur Hat Happy Hour im lokalen Hutladen inkl. Livemusik geladen.
Was für eine Stadt!

Die örtlichen Restaurants und Bars haben wir natürlich ausgiebig getestet. Neben dem jährlichen Jazzfestival gab es die Chance eines der Spiele im Rahmen der Frauen-Fußball-WM anzusehen. Unser erster Stadionbesuch! USA-Nigeria (1:0)
Zur Verstärkung hatten wir noch eine liebe Freundin und ebenfalls Weltenbummlerin aus Deutschland an unserer Seite. Kennengelernt haben wir uns in Chile und unsere Reiseroute hat sich in den letzten Monaten immer wieder gekreuzt, so auch hier in Vancouver. Voller Spannung ging es also ab ins Stadion. Die amerikanischen Fans, natürlich deutlich in der Überzahl, sorgten für gute Stimmung und optische Highlights. Wenngleich das Spiel an diesem Tag eher unspektakulär war.
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Für ein paar Tage ging es von der Stadt ins kanadische Umland nach Vancouver Island und durch die Rocky Mountains. Schon die Fähr-Überfahrt nach Vancouver Island lädt zum Träumen ein.

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Hier kann man „Mitten im Nichts“ Wandern, Kanu fahren, sogar Surfen…
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…und Kanada´s Artenreichtum bewundern….

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Hier eine „ungefährliche“ Ansicht von Kanadas Nationaltieren….

Gesehen haben wir u.a. einen Bald Eagle, Seelöwen, Orcas (jedenfalls die Flosse)
und viele mehr. Hier eine kleine Auswahl:

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Wieder zurück in Vancouver Downtown lag unser Apartment für die „zweite Hälfte“ unweit des größten Stadtpark Kanadas, dem Stanley Park. Seine langes Netz von Spaziergehwegen und seine Ufermauer mit einem tollen Panoramablick diente u.a. als Trainingsstrecke für unsere regelmäßigen Laufeinheiten. In 3 Wochen fällt der Startschuss für den San Francisco Halbmarathon!

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Auch bei Sonnenuntergang und in der Nacht herrscht eine entspannte und gemütliche Atmosphäre.

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Sieben Wochen in „One of the Most Beautiful City´s in the World“ sind zu Ende und wir sind bereits zu unserer nächsten Station – nach San Francisco- aufgebrochen.

Schließen möchte ich den Blog mit Auszügen aus der Happy-Show von Stefan Sagmeister.
Wir senden herzliche Grüße an die Daheimgebliebenen.
Genießt die tollen Sommertage (nun ist er ja endlich da!) und bleibt Happy!

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2 Kommentare zu “One of the Most Beautiful Citys in the World- oder einfach Vancouver

  1. Hallo ihr Zwei,
    habe mir gerade einmal Eure brillante Text- und Bild Impressionen von Vancouver und Umgebung angesehen. Gut gemacht, sehr aussagekräftig!
    Mein damaliger positiver Eindruck von der Region und das begleitende Feeling von der Region war sicherlich richtig umschrieben.
    Bis bald…

  2. „beer is salad“ ist doch die perfekte Halbmarathon – Vorbereitung….

    ….und wenn wir nicht die Kölner Lichter, das Nümbrechter Ballonglühen mit anschließendem Feuerwerk hätten, könnte man neidisch werden…

    Mehr davon zum Trost der „Daheimgebliebenen“.

    Dank und Gruß
    hans

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